PRESSESTIMMEN


... zum Weihnachtskonzert am 13. Dezember 2015
Unter dem ebenso beschwingten wie einfühlsamen Dirigat von Patty Kontogianni erklang Franz Schuberts Ballettmusik Nr. 1 (...) Leichte Bläserlinien von Flöte und Klarinette, dazu ein zartes Streichergeflecht erfreuten ebenso wie die zauberhafte Oboenfigur (...) Einen besonderen "Leckerbissen" bot der Spielkörper mit Ferdinand Davids Divertimento für Posaune und Orchester. (...) Der Posaunist Henning Wildgräbe passte mit seiner differenzierten Spielart gut dem dem Orchester, beide arbeiteten sozusagen aus einem Guss. (...) man staunte über die stellenweise zweistimmig auf der Posaune gespielten Figurationen. (...) Mozarts Sinfonie D-Dur (...) hatte im Spiel des Voith Orchesters eine serenadenhafte Liebenswürdigkeit (...) Flöten und Klarinetten kamen mit sauberem Ansatz und spielerischem Temperament. Kraft und Feuer lag im Unisono des Orchesters ...) Ein rundum gelungenes "Weihnachtspräsent" des Voith-Orchesters, dessn unprätentiöse Spielfreude wie immer durchaus Profi-Qualitäten zeigte. (...)
(Heidenheimer Zeitung, 16. Dezember 2015) 


... zum Sommerkonzert am 9. Juli 2013
Patty Kontogiannis inspiriertes Dirigat bei der fünften Sinfonie c-moll und dem folgenden Tripelkonzert D-Dur überzeugte durch eine leichte Hand bei Beethovens grandiosen Werken.
(...) Es gelang, die dramatischen Proportionen des ersten Satzes mit engagiertem Spiel und Präzision freizusetzen. Die Bläser glänzten besonders bei dem Kopfmotiv im Horn und der weichen Kantilene. Die kleine Oboen-Kadenz und das beeindruckende Fagott-Fortissimo, dazu die Dichte der Streicherpartien zeigen die Liebe des Orchesters zum Detail. (...) Das ambivalente Scherzo mit düsterem c-moll (...) glänzte besonders durch die Präzision bei den tiefen Streichern und dynamischen wie farblichen Steigerungen. Die glitzernden Läufe der Piccoloflöte und das markante Hauptthema bei den Hörnern sowie die kadenzierenden Tutti-Akkorde wurden vom Orchester mit klangsinniger Frische dargeboten. (...) Der Cellist Knut Weber erfreute beim folgenden Tripelkonzert C-Dur durch warmes, sensibles Spiel mit präziser Bogenführung und sauberen Lagenwechseln bei den marschartigen Punktierungen im Kopfsatz. Im kantablen Seitenthema zeigte Claudia Schmid-Heise auf der Violine einen lebendigen, lyrisch weichen Ton im konzertanten "Dialog" mit dem Klavier. Das Largo war wiederum eine Herausforderung für Cello und Klavier, das Florian Wiek klangschön und kontrolliert, aber dennoch mit edlem, leichtem Ton spielte. Temperament und Emphase kennzeichneten das Spiel der Solisten, die das As-Dur Largo mit emotionaler Tiefe beherrschten (...) Die luftig intonierte Zugabe der Solisten mit einem Satz aus dem Klaviertrio d-moll von Felix Mendelssohn-Bartholdy ließ ein begeistertes Publikum zurück (...)
(Heidenheimer Zeitung, 9. Juli 2013)

... zum Weihnachtskonzert am 16. Dezember 2012
Das Voith-Orchester bot in der Waldorfschule einen wunderbaren Mix aus Bewährtem und Experimentellem (...) Eröffnet wurde der Abend mit der Ouvertüre der "Zauberflöte". Schon vom ersten Ton an war die Spielfreude der Musiker spürbar. Besonders die Tutti-Passagen erfüllten den Raum mit vollem, sauber harmonisiertem Klang. (...)
Schon bei dem "Concerto per sei timpani" von Georg Druschetzky zeigte das Voith-Orchester Offenheit für neue und gewagte Musikliteratur. Sechs Pauken waren als Solo-Instrument aufgebaut. Wunderbar schwungvoll legten die Streicher los, hin zum ersten Einsatz der Pauken. Sicherlich gewöhnungsbedürftig der Klang als Melodieinstrument: Solist Alfred Ruth konnte mit präzisem Spiel ein wirkendes Klangmuster erzeugen. (...)
Im Kontrast dazu folgten die leichten Klänge aus der Suite "Die Vögel" von Ottorino Respighi. Die Violinen verliehen ihren Noten Flügel und ließen sie fröhlich durch den Saal hüpfen. Die Holzbläser nahmen eine tragende Rolle ein, Oboentöne schwebten über Klarinetten, die Vögel durch ein Gebüsch hüpfen ließen. (...) Entrückende Harfenklänge lassen die Zuhörer sich hinweg träumen in die Welt der Vögel. Kontogianni findet auch hier stets die richtige Sprache für die Musik, mal schweifen ihre Arme über die Musiker, lässt sie das Orchester aufblühen bei tragenden Klängen, mal holt sie Schwung, um Dynamik auf die Musiker zu übertragen. Dann wieder kauert sie sich ganz zusammen für die zarten Laute und schafft es so, "Die Vögel" zu einer Punktlandung zu bringen. (...)
Die Sinfonie Nr. 73 "La Chasse" von Joseph Haydn war der passende Schluss dieses Konzertabends. Wie von selbst erfüllten die klaren Klänge den Raum. Triumphales Blech ergänzte sich mit der wuchtigen Pauke, die Streicher sprühten vor Präsenz. (...)
(Heidenheimer Zeitung, 18. Dezember 2012)

... zum Sommerkonzert am 1. Juli 2012
Zunächst kamen "Drei Spanische Tänze" von Enrique Granados mit einem zart schwebenden Bläserbeginn, ausgeführt mit der gewohnten Präzision des Orchesters. Dirigentin Patty Kontogianni arbeitete mit dezenter Zeichengebung und vermochte dabei Präzision und Schwung miteinander zu verbinden. (...) Das Orchester verstand es glänzend, die farbigen, folkloristischen Melodiebögen mit von sanfter Schwermut durchwehten Partien kontrastreich hervorzuheben. (...)
Ohne Zweifel der Höhepunkt des Abends war die glutvolle und farbenreiche Darbietung von Joaquin Rodrigos Konzert für Gitarre und Orchester. Solist Thomas Müller-Pering glänzte auf seiner wundervollen Dammann-Gitarre mit schwebender, transparenter Artikulation. Differenziert gestaltete der den Kopfsatz mit und ließ bei dem bekannten, von mediterranem Geist durchdrungenen Adagio den sauber intonierenden Bläsern den Vortritt. Müller-Pering schuf beinahe mühelos dieses betörend-perlende Gespinst an feinsinnigen Klängen im legendären Mittelsatz. (..) Die drucklos singende und mit rundem Klang begeisternde Gitarre passte zum sorgfältige detaillierenden Orchester, das mit duftigem Pizzicati das Schluss-Allegro mit seinen übermütig-tänzerischen Ausbrüchen einleitete. Die dynamischen Abschattierungen zeigen das Können des Klangkörpers besonders (...).
Bei Maurice Ravels "Alborada del Graciosa" zeigte das Orchester erneut seine Fähigkeit, den sensiblen Formsinn des Komponisten hervorzuheben. Huschende Pizzicati, Kastagnettenklänge, brausende Tutti der Blechbläser und sensible Fagottfiguren zeigten eine Fülle von orchestralen Ausdrucksmöglichkeiten, die nur bei einem so geübten wie leidenschaftlich musizierenden Klangkörper wie dem Voith-Orchester wirksam werden können. (...)
(Heidenheimer Zeitung, 3. Juli 2012)

... zum Weihnachtskonzert am 11. Dezember 2011
Zur Prager Sinfonie: Beeindruckend sensibel und klangschön kamen die Bläserlinien mit sauberem Ansatz und einer ausdrucksvollen Gegenmelodie der Oboe. (...) Das Orchester erspürte die edle Melancholie und die polyphonen Verflechtungen mit dezenter Streicherarbeit farbig und temperamentvoll. Einfach hinreißend klangen die Bewegungen im Seitenthema mit weichen Legato-Linien, von den Holzbläsern subtil und wärmend fortgesponnen. (...)
Dass Wolfgang Mack nicht nur Klarinetten bauen kann, bewies der "Lokalmatador" eindrucksvoll bei Rossinis mit italienischer Kantabilität leuchtendem Werk für Klarinette und Orchester. Anmut und Grazie beeindruckten im Kopfsatz bei den lichten Arabesken des Soloinstrumentes. Herrlich zeichnete Mack die Koloraturen zu hauchzarten Orchester-Pizzicati. Spannung und sprühende Musikalität waren im Themateil beim Allegretto zu spüren. (...)
Das pittoreske wie feierliche Werk (Franz Liszts Marsch der heiligen drei Könige) lebte im Spiel des Orchesters von den leuchtenden Klarinetten- und Oboenpartien sowie von den feingesponnenen Harfenfiguren. (...)
Wieder einmal gelang des dem Voith Orchester, einen spannungsreichen Musikabend zu bieten, mit der für diesen Klangkörper schon typischen Mischung aus spielerischem Können und spürbarer Begeisterung beim Musizieren.
(Heidenheimer Zeitung, 13. Dezember 2011)

... zum Sommerkonzert am 03. Juli 2011
Mit schon fast übermütigem Charme ... das Voith Orchester begeistert mit musikalischer Kompetenz - und zwei Berliner Philharmonikern. (..)
Typisch für das Orchester sind seine hervorragenden Bläser, was bei Carl-Maria von Webers Ouvertüre zu "Oberon" eindrucksvoll demonstriert wurde. Exakter Ansatz und enorme Spielfreude waren bei Holz und Blech gleichermaßen herauszuspüren. Das farbenfrohe und abwechslungsreiche Spiel der Streicher erklang aus einem Guss. Dirigentin Paraskevi Kontogianni arbeitete mit motivierender, temperamentvoller Zeichengebung und wusste die kompositorischen Finessen gekonnt vervorzuheben. (..)
Mitglieder der Berliner Philharmoniker lassen sich nicht von jedem Orchester zu Soloauftritten bewegen. Es zeugt von der künsterlischen Qualität des Voith Orchesters, dass es gelungen ist, die Violinistin Cornelia Gartemann und den Cellisten Knut Weber von der Spree an die Brenz zu locken, um in Johannes Brahms' Konzert für Violine, Cello und Orchester a-moll die enorm schwierigen Partien zu übernehmen. Das Cello begann mit brennender Leidenschaft das Hauptthema des Orchestertutti vorzustellen. Knut Weber spielte rückhaltlos emotional, zugleich edel und seelenvoll im Ton. (..) Cornelia Gartemann wusste ihren Sinn für dynamisch-klangliche Balance in ihr Spiel zu legen. Die elegante Bogenführung und die zierlichen Flageolotts beeindruckten einfach. (..) Beide Solisten meisterten die hohen technischen Anforderungen mit Eleganz. Das Orchester erwies sich bei den triolischen Bewegungen und den drei Tuttischlägen nach dem mächtigen Paukenwirbel am Schluss als durchweg kongenialer Partner der Berliner Gäste. Ein Konzert, das Spieler wie Publikum begeisterte.
(Heidenheimer Zeitung, 05. Juli 2011)

... zum Weihnachtskonzert am 12. Dezember 2010
Das Orchester überzeugte durch duftige, klare Bläserlinien und arbeitete als disziplinierter Klangkörper großartig mit dem Solisten zusammen. Dessen geschmeidige Bogenführung zeigte sich im hingebungsvoll dargebotenen Adagio und dem in zauberhafter Klarheit gespielten Rondo. Die präzisen Sechzehntelfiguren sowie markante Doppelgriffe verrieten einen zupackenden Spieler, der aber nicht nur auf technische Perfektion aus war, sondern Gefühl und Intensität in sein Spiel zu legen wusste. (...)
Die "Tschechische Suite" D-Dur, eine reizvolle Unterhaltungsmusik, wurde in ihrer melodischen Eingängigkeit dann durch das Orchester überzeugend dargeboten. Die temperamentvolle Polka in zweiten Satz und das auf Klarinetten fein ziselierte Menuett, die bewegende Romanze mit markanten Oboen- und Fagottfiguren sowie feinen Flötenlinien zeiten die Klangsprache Dvoráks in ihrer vielfarbig schillernden Kunstfertigkeit und Emotionalität.
(Heidenheimer Zeitung, 14. Dezember 2010)


... zum Sommerkonzert am 04. Juli 2010
Konzerte des Voith-Orchesters sind stets "Renner" im Heidenheimer Musikleben. So auch am Sonntagnachmittag, als mit Robert Schumanns Sinfonie Nr. 2 C-Dur und Ludwig van Beethovens unbeschreiblich schönem Klavierkonzert Nr. 5 ein erneuter Beweis spielerischen Könnens geboten wurde.
Mit fordernder Noblesse dirigierte Paraskevi Kontogianni, stets die dynamischen Nuancen sorgfältig herausarbeitend.(...) Die Holzbläser glänzten durch präzisen Ansatz und dynamische Differenzierung, und die Streicher spielten klar und kamen weitgehend ohne wogende Romantisierung aus. Ein Klängkörper, der das Lichte, Vornehme, aber auch den romantischen Überschwang dieses Stückes wohldosiert zu gestalten wusste.(...)
Ludwig van Beethovens Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur wurde vom Voith-Orchester mit einer ungewöhnlichen Farbigkeit und Brillanz dargeboten. Das Konzert stand aber ganz im Zeichen der Pianistin Masako Miyazaki-Gurewitsch. Die zierliche Japanerin gestaltete das markante Motiv im Kopfsatz mit erhabener Eleganz und Strahlkraft. Das virtuose Figurenwerk gelang der Pianstin mit lyrischem Feinsinn, begleitet von dichtem Tremolo der Streicher und wunderbar kantablen Hörnerstimmen, dazu dezenten Paukenfiguren. Glänzend kam hier das Wechselspiel zwischen Solistin und Orchester mit enormer Präzision. Perlende Klavierarabesken wechselten mit donnernden Oktavgängen. (...) Die feurige Coda mit dem rhythmischen Pauken-Ostinato als Hintergrund für die Solistin mit ihren gestochen scharfen Sechzehntelläufen zeigte noch einmal die brillante Zusammenarbeit aller Mitwirkenden.
(Heidenheimer Zeitung, 6. Juli 2010)


... zum Weihnachtskonzert am 13. Dezember 2009
Was die 15jährige Harfenistin Juliane Horvarth bei Gabriel Piernés Konzertstück für Harfe und Orchester bot, war begeisternd. (...) Das Geheimnisvolle dieses kurzen, prägnanten Stücks lag in der Poesie von Julianes perlenden Harfenfiguren und dem feinen Spannungsverhältnis zwischen Harfe und Streicher, die mit den Bläsern dieses komplexe, spätromantische Werk sauber darstellten und noch einen Haus Debussy'scher "Clarté" deutlich werden ließen. (...)
Die "Variationen über ein Thema von Joseph Haydn für Orchester" von Johannes Brahms war beim Choralthema eine Herausforderung für die Bläser, Oboe, Fagott und Horn. Gekonnt wurden Achtel und Triolen gegeneinandergeführt; und die filigranen, ostinaten Repetitionen der Bläser begeisterten einfach. (...)
Als zweites Solisten-Highlight erklang am Schluss Joseph Haydns Konzert für Trompete und Orchester Es-Dur. (...) Sensibilität und Temperament, dazu technische Versiertheit bei dem rasanten Rondo-Finale zeigten einen jungen Könner, der jeder Phrase Leben und Farbe verlieh. Das Orchester arbeitete mit Spielwitz und Prägnanz, zeigte Sebastian Leibing gegenüber durch manche Zurückhaltung bei der Dynamik Respekt und Anerkennung.
(Heidenheimer Zeitung, 15. Dezember 2009)


... zum Sommerkonzert am 28. Juni 2009

Das Heidenheimer Voith Orchester überzeugt mit Intelligenz und Leidenschaft (...)
Mit Manuel de Fallas "Feuertanz" begann das ebenso abwechslungsreiche wie hochkarätige Musikereignis mit einem breiten Spektrum kompositorischen Schaffens. Dirigentin Paraskevi Kontogianni weiß ums Können ihres Orchesters und arbeitete mit ebenso pointierter wie temperamentvoller Zeichengebung. Die lodernde Intensität des Stücks wurde von den Streichern mit viel Feinsinn herausgearbeitet. Flirrende Figuren, dazu die triumphierenden Trompetenklänge schufen eine Flamenco-Atmosphäre. Fein nuanciert erklang die getragen wirkende Oboe, und de Fallas Technik mit mit fantasieartigem Fortspinnen der Figuren wurde vom Orchester glänzend gemeistert. (...)
Die Sopranistin Christina Niessen arbeitete mit Strahlkraft und zeigte einen sicheren Registerwechsel in der oft herben Harmonik. Ohne vordergründige Effekthascherei, dafür mit viel Einfühlungsvermögen und Sinn für die Spannung und Klangfülle entwickelte sie eine Dynamik, die das Orchester oft überlagerte (...) Doch Volumen und Ausdrucksstärke waren überwältigend. Die oft sperrigen Klangballungen waren auch für das Orchester eine Herausforderung. Aber das Voith-Orchester machte daraus ein explosives Gemisch aus Feuer und Farben. Auch die zarten Figuren von Flöte und Harfe kamen konturiert und schwebend zugleich. Ein beeindruckendes Werk, auf seine Weise faszinierend und intelligent und leidenschaftlich gemeistert vom Voith Orchester. (...)
Aaron Coplands "Quiet City" beeindruckte durch Thomas Scheunerts elegant geführtes Englischhorn in Dialog mit Jochen Schölzels ausdrucksstarker Trompete. (...)
Um herrlich sensibel agierende Saxophone und ein markantes Akkordeon erweitert, boten die Spieler eine rasante Suite Nr. 2 für Jazzorchester von Dmitri Schostakowitsch. Das Schlagzeug hatte eine wichtige Funktion, und die Dirigentin legte in ihre präzise Arbeit noch einen Schuss mehr Temperament. Mitreißend kam die einfache Melodie beim brillianten "Marsch" zur Geltung, und die "Tänze" mit ihren hellen Achtelketten und markanten Holzbläserpartien ließen sogar manche Spieler schmunzeln.
(Heidenheimer Zeitung, 30. Juni 2009)


... zum Weihnachtskonzert am 14. Dezember 2008

Dirigentin Paraskevi Kontogianni wiederum wusste um das spielerische Können des Klangkörpers und arbeitete mit sparsamer, aber sicherer Zeichengebung. Und den Auftakt gestaltete man mit Wolgang Amadeus Mozarts berühmter Sinfonie in g, KV 550. Sympathisch flott wurde das Molto Allegro angegangen, was zu den unruhigen Achtelbewegungen zu Beginn passte. Sehr sorgsam arbeitete das Orchester die kleinen motivischen Reihungen des Satzes heraus. Zarte Liegetöne der Holzbläser mit sicherem Ansatz und Sinn für die dynamischen Feinheiten überzeugten dabei ebenso wie das Zusammenspiel im subtil durchbrochenen Satz von Streichern und Bläsern. (...) Eine wirklich beeindruckende Leistung des Voith Orchesters, das dieses kühne Werk Mozarts mit seiner eindringlichen Thematik und emotionalen Tiefe überzeugend darbot.
(Heidenheimer Zeitung, 16. Dezember 2008)
Seinen 60. Geburtstag feierte das Voith Orchester mit einem angemessen schönen Konzert unter elegant-intelligentem Diktat. (...) Couragiert und überzeugend meisterte das Orchester das aggressive Finale, dessen Durchführung zu Beginn einen jähen Absturz ins harmonisch Bodenlose bringt - ein nachhaltiges Hörerlebnis! (...) Peter Tschaikowskys Violinkonzert in D-Dur was das zweite Glanzlicht (...) Bewundernswert, wie die Solistin sich nach der Orchesterleitung in sensibler Tongebung die Zuhörer in den Bann zog. In geschmeidigen Übergängen griff sie die eingängige Melodien der Orchester-Tutti auf, um sie dann in diffizil geigerische Eskapaden zu transformieren. (...) Mit dirigentischer Eleganz und Intelligenz führte Kontogianni ihr Orchester von einem Höhepunkt zum anderen.
(Heidenheimer Neue Presse, 16. Dezember 2008)


 ... zum Sommerkonzert am 29. Juni 2008
Der junge Solist Duckkyu Yoon, etwa so groß wie sein Instrument, überzeugte von Anfang an, indem er dem scheinbar schwerfälligen Instrument einen enormen Tonumfang entlockte. Die Prägnanz der Themen sowie die teilweise schwindelerregenden Höhen meisterte der quirlige Koreaner mit exakten Lagenwechseln und kräftiger Bogenarbeit. (...) Der Dialog zwischen Orchester und Solist klappte vorzüglich. (...)
Die lebhaften, sauber gespielten Sechzehntel-Figurationen in den zwei kontrastierenden Trios im Scherzo und die dezente Polyphonie in Holzbläser- und Streicherfarben ließen die Klasse des Voith Orchesters erkennen.
(Heidenheimer Zeitung, 1. Juli 2008)
Das Voith Orchester konnte unter Gastdirigent Hendrik Haas zeigen, dass sich hinter der bombastischen Klangkulisse auch wundervolle Einzelstimmen befinden, die der Dirigent schön herausgearbeitet hat. (...)
An dieser Stelle sei den Holzbläsern des Orchesters ein besonderes Lob ausgesprochen, die nicht nur diesen Satz, sondern den ganzen Abend über auf hohem Niveau gespielt haben. (...)
Auch bei Schuman erwies sich Haas als sensibler Offenleger der kompositorischen Struktur. Unter seinem Dirigat traten Nebenstimmen klar zu Tage, bekamen Begleitfiguren das nötige Gewicht. (...) Eine von den Celli mit gesundem Schmelz gespielte Kantilene und sauber intonierte Blechbläserpassagen ließen den Satz in ganzer Schönheit erklingen.
(Heidenheimer Neue Presse, 1. Juli 2008)


... zum Weihnachtskonzert am 16. Dezember 2007
Einen besonders familiären Akzent erhielt am dritten Advent das Weihnachtskonzert (...) durch Leopold Mozarts "Musikalische Schlittenfahrt": Hier waren es Kinder der Orchestermitglieder, die sich zusammen mit den Großen im vollbesetzen Saal präsentieren durften. Aufgezogen gleichsam als "Concerto grosso e piccolo" musizierten die kleinen Geiger und Cellisten, mal im Wechsel, mal zusammen mit dem großen Orchester unter der aufmunternden Führung durch Dirigentin Paraskevi Kontogianni. Allerlei Schellen und Rasseln in den Händen der Kleinsten gaben diesem musikalischen Bilderbuch (...) das idyllische Kolorit.
Die vier Bläser des Concertinos konnte das Voith Orchester mit eigenen Solisten besetzen. (...) Musizierfreudig und durchsichtig korrespondierte das Tutti-Orchester mit der Solistengruppe. Elegant meisterten die vier Protagonisten die kammermusikalisch virtuosen Episoden. Besonders nachhaltig im Ohr blieb der abschließende Variationssatz, in dem jeder Solist durch diffiziles Figurenwerk herausgefordert war.
Effektvoll schloß der Spätnachmittag mit der Symphonie Nr. 100 in G-Dur von Joseph Haydn (...). Paraskevi Kontogianni nahm ihr Orchester auch bei der huschend kleingliedrigen Motivik des Finalsatzes fest in den Griff. Unüberhörbar, jetzt mit harten Schlägen, verpasste der Paukist diesem Finale noch einmal militärischen Touch in dem ansonsten fried- und gemütvollen Opus 100.


... zum Sommerkonzert am 1. Juli 2007

Das Voith Orchester glänzte unter der Leitung von Paraskevi Kontogianni mit Meisterleistungen (...)
Die üppige Klangpracht in John Williams "Star Wars" kam vor allem durch die sauber intonierenden Blechbläser bei der berühmten Fanfare zur Geltung. Die weitverzweigten Streicherthemen kamen präzise und klangschön (...).
Mit zupackendem Gestus dirigierte Paraskevi Kontogianni Dvoráks neunte Sinfonie "Aus der neuen Welt". Die exotisch wirkende Tonsprache des Stücks arbeitete das Orchester mit zügigen Tempi und dramatischer Dichte heraus. (...) Das Voith Orchester verstand es, die Vielzahl der melodischen Einfälle in kunstvoller Weise auszuformulieren. (...) Triumphale Klangelemente, dann wieder zurückgenommene Figuren beim Hauptthema wurden im Spiel des Orchesters zu einem Beispiel für Perfektion und Spielfreude. (...)
Ein Orchester, das mit Hingabe, Stärke und Enthusiasmus zwei Stunden lang glänzte.
(Heidenheimer Zeitung, 3. Juli 2007)
Noch ein Williams stand auf dem Programm (...) Schon der erste Satz (...) überraschte. Keineswegs leichthin präludierend, sondern rhythmisch pointiert und zupackend korrespondierten Solist und Orchester bis hin zu der mit vertrackten Figuren durchzogenen Solokadenz. Als poesievolles Klanggemälde entpuppte sich die Romance, ein nostalgischer Tuba-Gesang, unterlegt vom verhaltenen und doch farbenreichen Klanggrund des Orchesters.
(Heidenheimer Neue Presse, 3. Juli 2007)


... zum Weihnachtskonzert am 17. Dezember 2006
Die Völker verbindende Macht der Musik ... War Beethovens Coriolan-Ouvertüre als Eingangsstück noch ganz Sache des Voith-Orchesters, das den spannungsvollen Gestus seiner neuen Dirigentin Paraskevi Kontogianni in einer Art und Weise aufgriff, die auf ein ausgezeichnetes Aufeinander-eingespielt-sein schließen lässt, so stimmen bei Mozarts "Ave verum" nun auch die Japaner mit in den Reigen ein. Der aus acht Sängerinnen und sechs Sängern bestehende Favoritenchor sang den Satz zart und innig, vom verkleinerten Orchester einfühlsam begleitet. (...)
Das Mozart-Requiem von einem japanischen Chor dargeboten zu bekommen, ist schon etwas Ungewöhnliches: Hochkonzentriert und in bester japanischer Disziplin trug der Chor das schwierige Werk vor (...) Obwohl von zwei verschiedenen Dirigenten einstudiert, harmonisierten Chor und Orchester in Sachen Tempo und Rhythmus wie zwei gut miteinander vertraute Partner. Klanglich ausgezeichnet aufeinander abgestimmt, musizierte auch das (...) bestens besetzte Vokalistenquartett.  Es bedeutet keine Zurücksetzung der übrigen Vokalisten, wenn man von Masatake Yamadas wundervoller und ausdrucksstarker Tenorstimme besonder überrascht war.
Über die Völker verbindende Macht der Musik (namentlich der Musik der großen Klassiker) sind schon viele Worte verloren worden - in diesem Weihnachtskonzert hat man sie unmittelbar erlebt.
(Heidenheimer Neue Presse, 20. Dezember 2006)
 

... zum Sommerkonzert am 2. Juli 2006
Dank der geschmeidig vorzeichnenden Führung der Dirigentin Paraskevi Kontogianni meisterte das Voith Orchester die diffizile Partitur dieser Dvorak'schen "Morgenstimmung" ("Aus der Natur") in ansprechender Weise. (...)
Aus großer innerer Ruhe heraus, mit tragender Stimme und sorgfältiger Deklamation, brachte Kumpusch den Zuhörern die fragile Gefühlswelt des Fin de Siècle nahe. Und bestens einstudiert reagierte der große Orchesterapparat auf die ständig wechselnden Affekte. (...) Insgesamt eine sehr nachhaltige Interpretation dieses autobiographischen Werkes ("Lieder eines fahrenden Gesellen"). (...)
Hochsommerliche Wärme strahlte die Symphonie Nr. 2 in D-Dur von Johannes Brahms aus (...). In zügigem Tempo, ohne Umschweife und Theatralik, führte Kontogianni mit inspirierter Zeichengebung durch das sonnendurchflutete Werk. Wie schon bei den anderen Werken waren die Bläser besonders gefordert: kultiviert profilierte sich das Holz, homogen das Blech. Eigens erwähnt sei die betörende Hornepisode am Schluss des ersten Satzes. (...)
Starker Beifall quittierte die großartige und runde Leistung dieses Liebhaberorchesters, auf dessen weitere Konzerte und Programm man gespannt sein darf.
(Heidenheimer Zeitung, 4. Juli 2006)


... zum Weihnachtskonzert am 11. Dezember 2005
Sergej Prokofjew, "Peter und der Wolf": ein Stück nicht nur für Kinder. (...) Eine insgesamt saubere Vorstellung bei ganz ausgezeichneten Leistungen der bei dieser Geschichte ja bekanntlich über die Maßen exponierten Bläser. (...)
Die zwischen schwermütigem Lyrizismus und den Hörer geradezu attackierender Brillianz angesiedelten Variationen verlangen in ihrer Virtuosität einen Cellisten, dessen linke Hand bisweilen fast schneller greifen sollte als ihr Schatten. Kein Problem für Haruhiko Miyaji, einen beinahe noch jugendlich wirkenden Solisten, der - getragen von auch dynamisch überzeugend geführten und agierenden Voithianern -, das die gesamte Ausdruckspalette des Violincellos vorführende Werk sowohl technisch als auch vom interpretatorischen Ansatz her höchst überzeugend zu handhaben verstand. (...)
Gefährlich bekannt geradezu: der Rausschmeißer des Abends, Tschaikowskys Nussknacker-Suite. (...) Das Voith-Orchester (...) fuhr regelrecht Schlitten mit den vor allen Dingen rhythmisch ja geradezu aufgeladenen Ohrwürmern. Auch klanglich (...) hinterließ der von der ohne Manierismen und mit präziser Klarheit leitenden Paraskevi Kontogianni nun an einer doch deutlich längeren Leine mit Temperament und Energie versorgte Klangkörper einen ausgesprochen guten Eindruck.(...)
Nach diesem Debüt darf festgestellt werden, dass sich die musici mit großem Augenmaß eine Chefin gewählt haben, die sie mit Sicherheit weiterbringen wird. Großes Kompliment an alle.
(Heidenheimer Zeitung, 13. Dezember 2005)


... zum Sommerkonzert am 3. Juli 2005

Ein Highlight des Abends war dabei ohne Zweifel das filigrane, gefühlsbetonte Solo von Aischa Gündisch. Ausdrucksvoll und geschmeidig kam die Aagio-Kantilene mit unglaublicher Präzision, aber auch Spielfreude der jungen Künstlerin. (...) Reife und Grazie lagen in ihrem Spiel, das offenbar keines ordnenden Dirigats bedurfte. Blickkontakte zwischen Horst Guggenberger und Aischa genügten. (...)
Temperament und Würde lag im Spiel des Pianisten sowohl in den lyrisch gefärbten Linien wie in den wuchtigen Partien. (...) Schon bei der Solo-Introduktion dosierte er die klangprächtigen Figuren sorgsam und präzise. Dynamisch ausgefeilt kamen sowohl die perlenden Läufe wie die stürmischen Figuren.
(Heidenheimer Zeitung, 5. Juli 2005)

Mit der triumphal endenden "Schottischen" Symphonie von Mendelsohn hatte Horst Guggenberger für sein Abschiedskonzert ein mit vielen durchsichtigen Pianissimo-Stellen und kontrapunktischen Stimmführungen anspruchsvolles und gleichzeitig populäres Werk auf das Programm gesetzt. Nach über 20jähriger Leitung des Voith-Orchesters hatte er das Vermögen des Orchesters aber gut eingeschätzt: Mit einer großflächig angelegten Konzeption ohne allzu filigrane Dynamik führte er das Orchester mit gut gewählten Tempi von der langsamen Einleitung über die aufwühlende, programmatisch anmutende Sturmmusik bis hin zum laut jubelnden Finale.
(Heidenheimer Neue Presse, 5. Juli 2005)


... zum Weihnachtskonzert am 12. Dezember 2004

Die Ouvertüre zu Mozarts Oper "Die Entführung aus dem Serail" erklang mit einer lebenswarmen Gestaltungskraft, mit Frische und Anmut, die dem Stück einen heiteren Glanz
verlieh. Die Holz- und Blechbläser agierten mit angenehmer Bestimmtheit, und den Streichern
gelang ein technisch makelloses Spiel. (...)
Joseph Haydns Sinfonie B-Dur Nr. 98 gab dem Orchester die Gelegenheit, den erhabenen Charakter dieses Werkes zu verdeutlichen. Leichtfüßig und elegant erklang das Adagio (...) Harmonisch reizvolle Bläsermotive wurden von den Orchestermitgliedern glänzend dargeboten. (...) Das subtile Spiel der Holzbläser erfreute durch präzisen Ansatz und temperamentvolle Spielweise, die die Textur des Stückes eindrucksvoll zur Geltung brachte. Das Finale mit dem rondoähnlichen Charakter und der Solo-Violinen-Einlage zeigte einmal mehr das Können des Voith Orchesters. (...)
Die Szene der Knusperhexe aus Engelbert Humperdincks Oper "Hänsel und Gretel" wurde in den dynamischen Ausprägungen im Gesang Agnes Habereders zu einem dämonisch wirkenden Klangereignis.
(Heidenheimer Zeitung, 14. Dezember 2004)


... zum Sommerkonzert am 4. Juli 2004

Ein Meisterstück von Wolfgang Mack (...)
Durch sein sublim-graziöses Spiel im Kopfsatz schien das Orchester gleichsam den Boden zu bereiten für Wolfgang Macks große Stunde. Dann erklang sein Instrument mit frei schwebendem, schlank federnden Klang, makelloser Eleganz und punktgenauem Ansatz. Weich und dennoch charaktergeprägt entwickelte Mack die edlen Melodielinien. (...)
Horst Guggenberger verstand es dabei, die Dynamik des Klangkörpers dem Spiel des Solisten anzupassen. Dieser beherrschte ganz eindeutig mit seinem grazil-federnden Spiel das Geschehen, wobei die Zusammenarbeit mit dem Orchester nicht darunter litt. (...)
Man konnte sich von dem Klangerlebnis nur schwer losreißen, wurde aber mit Schuberts Sinfonie h-moll, der "Unvollendeten", zu einem weiteren Höhepunkt des Abends geführt. Die Streicherbässe verstanden es, das geheimnisvoll Düstere im ersten Satz hervorzuheben und den unruhig vibrierenden Part als Kontrast zu den Holzbläsern zu liefern, die das kantable Hauptthema gekonnt und mit viel Spielwitz darstellten. Das Ruhe ausstrahlende Thema im Andante con moto erklang mit ungeheurer Hingabe und Präzision. Glänzend hier die Bass-Pizzicati und die warmen Horn- und Fagottklänge.
(Heidenheimer Zeitung, 6. Juli 2004) 


... zum Weihnachskonzert am 14. Dezember 2003

Wenn so ein kleiner Engel teuflische Paganini-Variationen spielt, schmilzt dem Erwachsenen das Herz. Und das Publikum konnte sich vor Enthusiasmus kaum mehr fassen, als die kleine Katy nach ihrer stupenden Zugabe den Bogen sinken ließ. Doch neben der Zurschaustellung virtuoser Technik beim Zugaben-Zirkusstückchen ... beeindruckte das kleine Wesen aber auch mit Tugenden, die in diesem Alter nicht selbstverständlich sind: zum Beispiel die Poesie, mit der sie das Mozart-Adagio gestaltete. Ihr Mozart war ... von derart jugendlichem Charme, so klangschön und leicht, dass mach sich doch gerne um den kleinen Finger wickeln ließ.
 (Heidenheimer Neue Presse, 16. Dezember 2003)

Spielerisches Temperament und technisches Können bewies das Orchester schon zu Beginn bei Mozarts Ouvertüre zur Oper "Der Schauspieldirektor". (...)
Die zerbrechlich wirkende Koreanerin zeigte mit ungeheurer Disziplin und enormer spielerischer Gestaltungskraft ... wer das musikalische Geschehen bestimmte. Schwebend-leicht arbeitete sie die motivische Selbstständigkeit ihres Parts gegenüber dem Orchester heraus. (...)
Das schillernd-schwebende Adagio und vor allem das Andante gestaltete das Orcheseter mit feinen Klangschattierungen. Der berühmte "Paukenschlag" erfolgte dann als Tutti-Schlag. Mit großer klanglicher Leuchtkraft gestaltete das Orchester die beiden folgenden Sätze und ließ mit dem Andante als Zugabe diesen großartigen Musikabend ausklingen.
(Heidenheimer Zeitung, 16. Dezember 2003)


... zum Sommerkonzert am 29. Juni 2003

Große Symphonik - darin hat das Voith Orchester unter der Leitung von Horst Guggenberger mittlerweile schon Übung. Und dennoch: Wie schwungvoll und unverfroren die Amateure aufspielen, war auch bei diesem Konzert in der Waldorfschule beeindruckend. Star des Abends: Kyoko Kanazawa, die einen ganz poetischen Gershwin bot. (...)
Sie sind im Moment das größte Orchester der Stadt - und das hört man auch: Wenn das Voith Orchester ein sattes Brahms-Forte spielt, dann bebt der Saal (...) Nicht viele Amateur-
Ensembles im Kreis wären derzeit in der Lage, eine dritte Brahms-Symphonie zu schultern
- und das mehr als ordentlich. (...) Großartig der erste Satz mit seinen gegensätzlichen Themen, eine kleine Verschnaufpause bot der zweite mit schön gestaltetem Bläsereinsatz, und dann spielten acht Celli herrlich die Melodie des wundervollen dritten Satzes, später sehr schön von Flöte, Horn und Oboe aufgenommen. (...)
Kyoko Kanazawa ist die Vorzeige-Pianistin der Waldorfschule. Die grazile Japanerin scheint vielseitig: Mit Mozart machte sie kürzlich eine ebenso gute Figur wie nun mit einem der tollsten Klavierstücke des 20. Jahrhunderts überhaupt: Geroge Gershwins "Rhapsody in Blue". (...) Verspielt, dynamisch fein abgestimmt, auch im Forte keineswegs brutal, sondern elastisch federnd bot sie die "Rhapsody" und spielte sich mitten ins Herz des Publikums in der voll besetzten Waldorfschule.
(Heidenheimer Neue Presse, 01.07.2003)


... zum Weihnachtskonzert am 15. Dezember 2002

Viel Beifall für den Solisten Stefan Geiger (...) In dem Concertino für Posaune und Streichorchester des schwedischen Komponisten Lars-Eric Larsson (...) konnte Stefan Geiger seine Posaunenkünste voll entfalten: quasi rezitativisch im Preludium, mit edler Kantabilität in der Aria, und wahrhaft "giocoso" (heiter) dialogisierte er mit dem Orchester und dem Publikum. (...) Geigers rhythmische und motivische Prägnanz übertrug sich auf das Orchester, das seinen kniffligen Part - Respekt auch vor der Bläserleistung - mit Lust musizierte. Der spontane Beifall bekundete die Sympathie für den Steinheimer Stefan Geiger ebenso wie für die künstlerische Leistung von Solist und Orchester. (...) Das Voith Orchester, das vor erst drei Monaten Beethovens Neunte aufführte, präsentiert sich derzeit in guter Form, und so geriet auch die Symphonie in C-Dur, KV 338 aus Mozarts letztem Salzburger Jahr zum brillanten Abschluss.
(Heidenheimer Zeitung, 17.12.2002)


... zum Herbstkonzert am 29. September 2002

Beethovens Neunte als Welthymne (...) Die weltumspannende Faszination dieser unbeschreiblich klanggewaltigen, dabei von humanistischem Ideal in Beethovens Apotheose der Schillerschen Ode "an die Freude" durchdrungenen Komposition, konnte nicht besser dargeboten werden, als mit Unterstützung durch den Chor Inuyama aus Japan. (...) Der weihevoll und innig klingende dritte Satz "Adagio molto e cantabile" bewies die technische Brillianz und die musikalische Leidenschaft des Orchesters, das mit ruhigen, atemgleichen Phrasierungen arbeitete und die unbeschreibliche Klangschönheit beseelt und gekonnt herausarbeitete. (...) Die japanischen Choristen lieferten ganz klar den Höhepunkt des Konzerts. Sauber phrasierend und mit viel Engagement und Wärme gestalteten sie die figurativen Variationen und mächtigen Akkordblöcke zu einem faszinierenden Hörerlebnis.
(Heidenheimer Zeitung, 01.10.2002)


... zum Sommerkonzert am 1. Juli 2001

Wie in einer verwunschenen Märchenwelt (...) Catrin Frey verstand es glänzend, dem Klavier-Enthusiasten Chopin gerecht zu werden und dies spielerisch hervorzuheben, das alles in einer hervorragenden Kooperation mit dem sich ständig steigernden Orchester. Die feinen Kontraste und Nuancen in dem zauberhaften Stück wurden von der Solistin wie vom Orchester in harmonischer Weise dargeboten. Ein Chopin zum Träumen und genießen. (...) Felix Mendelssohn-Bartholdys Musik zu Shakespeares "Sommernachtstraum" setzte einen weiteren musikalischen Höhepunkt in dem eindrucksvollen Konzertabend. Schwirrend leichte Streicherpartien in der Ouvertüre ebenso wie das mit Sensibilität und Spannung gespielte luftige Scherzo. Es war eine verwunschene musikalische Märchenwelt, die das Orchester hier entstehen ließ.
(Heidenheimer Zeitung, 03.07.2001)


... zum Weihnachtskonzert am 14. Dezember 1997

Triumphale Klänge in D-Dur (...) Das Voith Orchester bot (...) glanzvolle symphonische Fülle und klangliche Qualität. (...) Joseph Haydns D-Dur-Symphonie HobI/101, bekannt unter dem Namen "Die Uhr", fordert einiges an musikalischer Gestaltung - und das Orchester löste die Aufgabe blendend. Der Effekt des Andante wurde mühlelos erreicht, exakt agierten die Fagotte, von denen das ironisch-behäbige Tick-tack-Motiv wesentlich abhängt. (...) Kraftvoll und flott, mit sprühender Energie entließ das Finale in die Pause. Der zweite Teil des Abends war ganz der Suite Nr. 3 BWV 1068 von Johann Sebastian Bach gewidmet, natürlich ebenfalls in D-Dur, zu deren majestätischer Wirkung die Trompeten wesentlich beitrugen. Agile Musizierfreude und straffe Spannkraft führten Orchester und Solisten durch die schnellen Tanzsätze, schön rankte sich der Trompetenklang um die Streicher. Sehr löblich die gar nicht verkitschte Interpretation der berühmten "Air", die auf unnötige Ritardandi verzichtete und in reizvoller Schlichtheit allein die Melodik wirken ließ.
(Heidenheimer Neue Presse, 16.12.1997)

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